Ein Lebenszeichen

Ciao,

ja, mich gibt es noch. Ich habe in den letzten Monaten viel gearbeitet und viel ausprobiert. Meine Prüfung habe ich zu 90% bestanden – die letzten 10% sind am Ende des Monats dran. Im Anschluss werde ich wohl mal einen Beitrag schreiben, indem ich auf mein Ref zurückblicke. Kurz kann ich schon jetzt sagen, dass es nicht so stressig war, wie ich es befürchtet habe.

Ein Thema, mit dem ich mich auseinander gesetzt habe und setze, ist das Urheberrecht. Es ist ja wirklich schwierig eigene Materialien zu entwickeln, weil fast alles irgendwo schon steht und unter irgendeinem Schutz steht. Momentan blicke ich noch nicht durch und versuche nach bestem Gewissen alle Quellen direkt anzugeben, sodass lückenlos verfolgt werden kann, woher die Ideen kommen. Das ist leider nicht immer so genau möglich, weswegen ich mich dagegen entschieden habe, hier einige meiner Materialien zur Verfügung zu stellen. Die Gefahr, dass ich etwas übersehen habe, ist mir einfach zu groß. Wie macht ihr das?

Gute Erfahrungen habe ich mit Lerntheken gemacht. Die selbstständige Arbeit an Aufgaben scheint meinen Kursen stark zu helfen, individuell zu üben und das eigene Ziel zu erreichen, ohne dass große Rücksicht auf andere Lerntempi genommen werden muss.

Das soll für ein kurzes Lebenszeichen genügen. Zu den Lerntheken werde ich bestimmt auch noch mal mehr schreiben. Aber nicht jetzt – die Arbeit ruft.

A presto,

Frl. Sinus

ICM, Dongel und Seminare

Ciao ihr Lieben,

ich bin nicht in der Versenkung verschollen, ich habe gearbeitet.  🙂

Ich hatte ein paar turbulente Wochen und erholsame Ferien. Die ich zum entspannen auf den Skiern genutzt habe. Dabei fiel mir auf, wie gerne ich Skifahren gehe und das mein Wohnort dazu denkbar ungeeignet ist. Mein Freund reagierte auf meinen Wunsch in eine Schneeregion zu ziehen allerdings nicht freudig.

Zurück in der Schule habe ich meinen neu erworbenen Dongel ausprobiert – aber erstmal ohne Schüler um die Blamage zu umgehen. Doch alles funktionierte wie gewünscht. Zum Einsatz kam das ganze dann letzte Woche das erste Mal für eine Geogebra Vorführung. Das hat gut geklappt, doch die Schüler waren von der Technik und dem vielen auf einmal etwas verwirrt. Naja, die Übung hat es dann wieder rausgerissen. Meine 11er fanden es witzig, dass ich das Suchsel mit ihnen an der Wand lösen konnte.  Generell war das Suchsel eine witzige Idee in der 11. Klasse. Es kam auf jeden Fall gut an.

Doch das Highlight der letzten Wochen war die ICM. Ich war in Marburg und hatte die Gelegenheit einige tolle Menschen kennenzulernen. Die Fortbildung selbst hat in mir den Wunsch geweckt, zumindest einzelne Teile meines Unterrichts zu verfilmen und damit zu spielen. Ich bin gespannt, wie die Schüler darauf reagieren. Jetzt habe ich für morgen auf jeden Fall schon mal eine Präsentation vorbereitet und werde in einer meiner Klassen damit unterrichten.

Was mir in diesem Zusammenhang auffiel, ist die unterschiedliche Herangehensweise an aktuelle Medien – wie es im Seminar genannt wurde. Ein Seminar ist total interessiert und probiert viel aus – da sitzen aber auch 10 von 18 mit Laptops, Tablets. Mein Seminar beschäftigt sich mit Gruppendynamik, Unterrichtsstörung und Binnendifferenzierung und exakt 2 von 18 nutzen ein Tablet zum Mitschreiben. Als ich von der ICM berichtete, waren die Reaktionen in beiden Kursen ähnlich. Einige fanden das Konzept interessant, andere mochten es nicht. Bei der Planung unserer letzten Wochen habe ich dann die Themen Datenschutz, OER, ByoD etc in den Raum geworfen (durch das andere Seminar inspiriert, dort waren das die heutigen Themen) und die anderen in meinem Seminar haben genickt. Die Seminarleitung meinte nur, dass sie sich damit nicht auskennt. Ich finde es traurig, dass sich diese Vorbilder da teilweise so wenig weiterbilden. Wie sollen sie denn uns Referendaren helfen mit den Methoden zurechtzukommen, wenn sie selbst nur mit Kreide und OHP arbeiten?

Mit diesen Fragen verabschiede ich mich fürs Erste und wünsche euch eine schöne Woche!

A presto

Frl. Sinus

Lernlust

Ciao,

Bob, der Artikel schreibt, die ich gerne lese und mit dem die Kommunikation oft herrlich einfach ist, hat zu einer Blogparade mit dem Stichwort „Lernlust“ aufgerufen. Es geht darum, dass man zu diesem Stichwort seine Gedanken niederschreibt. Vorsätzlich soll es um das eigene Erleben in der Schule gehen. Inzwischen gibt es einige Beiträge, die wirklich interessant sind und von verschiedensten Erfahrungen berichten. Das hat mich zum nachdenken gebracht. Wie war es in meiner Schulzeit?

Meine Erinnerungen an die Schule sind gut. Ich bin gerne zur Schule gegangen. Ja, immer. Ein Auszug aus meinen Erinnerungen:

  • Mein Chemielehrer in Klasse 11, der es schaffte aus dem Raum in den Vorbereitungsraum zu gehen und von dort über den Flur wieder zurück in den Raum. Während der ganzen Zeit erzählte er uns etwas über die Chemie im festen Glauben wir hätten alles hören können.
  • Die Kommentare zu unserer kleinen Physiklehrerin in der Oberstufe als es um Relativität und Masse und Länge ging.
  • Die Kunstlehrerin, die uns den Dachboden hat neugestalten lassen. Innenarchitektur im Bauhausstil – wahnsinnig spannendes Projekt.
  • Die Mathelehrerin seit der 10. Klasse, die mich besonders förderte und dadurch meine Liebe zur Mathematik weckte, aber gleichzeitig sehr verletzende Kommentare unter Arbeiten von Freunden schrieb.
  • Der Standardbeginn im Matheunterricht – einer stellt die Lösung der Hausaufgaben an der Tafel vor. Ein „Ich kam an dieser Stelle nicht weiter“ galt als Entschuldigung, ein „Ich konnte es nicht“ ohne den Versuch dabei zu haben nicht.
  • Der Disput mit dem Deutschlehrer der Oberstufe, weil er Noten nach Sympathie vergab. Ich habe bewusst wenig gemacht und schlechte Noten provoziert, sie aber nicht erhalten. Er mochte mich für meine Art zu sagen, wenn mir was nicht passt.
  • Russische Geburtstagslieder zu singen ohne zu wissen, was man da eigentlich singt 🙂
  • Chorfahrten, bei denen jahrgangsübergreifend gefeiert wurde.
  • Die Standpauke nach einer schlechten Klassenarbeit in Bio – „Die Arbeit wird als Test gewertet, wir schreiben sie nochmal“ und 10 Minuten später „Wer seine Note nicht möchte, kommt bitte nach vorn, um sie streichen zu lassen.“ Meine 5 aus dem ersten Test durfte ich nicht streichen. Dieses Verhalten war mit ein Grund, wieso ich Bio leichten Herzens abgewählt habe. Die Gefahr, bei dieser Lehrerin zu haben, war mir zu groß.
  • „Letzte Seite 1 bis 10“ der Standardsatz im Geounterricht in der Oberstufe – nie war mein Allgemeinwissen im Bereich Geo größer.

All die Erinnerungen zeigen relativ wenig über die Art des Unterrichten, sondern viel über meine Lehrer. Das bestätigt meine Meinung, dass der Unterricht in großem Maße von der Lehrperson abhängig ist. Der klassische Unterricht, den ich erlebt habe, war für mich mit diesen Lehrern exakt richtig. Sie haben mich gefördert und gefordert und mir damit die Freude am Lernen selten vermiest. Das Lernen für das Abitur – nun Deutsch und Englisch? Was will man da groß lernen? Für Mathe bestand meine Vorbereitung darin, anderen Nachhilfe zu geben. Und Geschichte? Laut meinen Eltern habe ich Weihnachten angefangen dafür zu lernen. Ich habe es schon total vergessen. Man beachte, dass ich 2007 Abitur gemacht habe!

Und Religion – da habe ich wirklich gute Erinnerungen. Meine Lehrerin hatte ich seit der 7. Klasse. Unser Kurs bestand bis zur 11. Klasse aus 13 Schülern und die Noten lagen zwischen 1 und 2 bei allen. Dann wurden wir mit einer anderen Schule fusioniert und plötzlich saßen wir mit 25 Schülern im Reliunterricht. Es war mir unverständlich, wie man in Religion bei dieser Lehrerin, die jede Meinung akzeptiert, wenn man sie begründen konnte, eine 4 oder eine 5 bekommen konnte. Im 2. Halbjahr der 13. Klasse hat sie uns drei Hefter hingelegt. Einen roten, einen blauen und einen gelben. In diesen waren viele verschiedene Aufgaben. Unsere Aufgabe im kompletten Halbjahr bestand darin aus jedem Hefter eine bestimmte Anzahl von Aufgaben zu bearbeiten. Da waren Dinge zum zeichnen, zum erörtern, zum erforschen, zum diskutieren und zum lesen bei. Sehr interessant und sehr vielfältig. Wir durften die Bearbeitung zu Hause machen und mussten somit theoretisch nur zu zwei Terminen da sein – der ersten Stunde, in der sie uns den Ablauf erklärte und der letzten Stunde zur Abgabe. In den anderen Stunden war sie anwesend für diejenigen, die in der Schule arbeiten wollen. Wir waren doch immer 5 bis 10, die freitags morgen die erste Doppelstunde freiwillig in die Schule kamen. Den letzten Schultag haben wir mit dieser Lehrerin zusammen auf einem Kirchturm bei der Schule mit einem Glas Sekt begrüßt. Religion war schon ein tolles Fach.

Im Studium. Nun da sind die Erinnerungen auch gut. Wir waren zu Beginn eine große Gruppe, die sich gemeinsam durch das Mathestudium half. Eine Situation ist wie eingebrannt. Ich saß mit einem Kumpel in einem Raum und wir versuchten uns an einem Beweis. Nach zwei Stunden harter Arbeit hatten wir 4 Zeilen auf dem Blatt stehen. Wir schauten uns an und waren fassungslos, weil in diesen 4 Zeilen die harte Arbeit nicht zu erkennen waren. Unser Freudenschrei, als wir feststellten, dass wir fertig sind, war dennoch laut. Die Mathematik hat mich so fasziniert, dass ich nach einem Auslandssemester in Italien (Mathe auf italienisch…. eine Herausforderung für sich) ein paralleles Studium begann und hoffentlich in diesem Jahr mein Bachelor of Science Mathematik beende. Warum? Weil es mir Spaß macht!

Ich lerne sehr gerne, weil mich viel interessiert. Wenn mich etwas nicht interessiert, dann beiße ich mich durch. Klar, dass das weniger Freude macht und es anstrengender ist, aber man lernt dabei viel fürs Leben. Nicht alles ist leicht und fliegt einem zu. Für manche Dinge muss man sich anstrengen und Arbeit hineinstecken, obwohl es keinen Spaß macht. Meine Lernlust ist ungebrochen und äußert sich auch heute noch in der Freude neue Dinge zu erlernen.

A Presto,

Frl. Sinus

Mein Vorsatz 2015

Ciao,

ja, ich weiß. Es ist bereits Februar und die Vorsätze sind eigentlich alle schon passè. Ich benötigte dagegen fast den ganzen Januar, um mich zu entscheiden, was ich brauche. Aber ich fange mal am Anfang an.

Es nervte mich zunehmend, dass ich mit der Organisation und Planung meines Alltags nicht zurechtkam. Ein Teil der Termine steht im Lehrerkalender, ein Teil im Familienkalender, ein Teil im Tablet – kurzum es ist ein fröhliches Chaos. Dazu sieht mein Schreibtisch in 95% der Zeit ebenfalls aus, als wäre ein Orkan durch das Arbeitszimmer gezogen und hätte alles auf meinem Schreibtisch abgelegt. Also wollte ich dieses Jahr Ordnung und Struktur schaffen. Mit einem zusätzlichen Schubfachwagen habe ich dem Chaos auf dem Schreibtisch den Kampf angesagt. Für die Termine musste etwas anderes her. Mich nerven die zusätzlichen Seiten im Lehrerkalender, die ich dank Tablet nicht nutze. Ein normaler Kalender von Moleskine oder Leuchtturm ist schön, aber passt mit dem Schuljahr nicht zusammen. Kalender für 18 Monate finde ich persönlich doof. Ein Schülerkalender gefällt mir nicht mehr. Da bin ich doch schon rausgewachsen. Ich suchte und suchte und stieß auf den Kalender von x17. Ich fand auch das System von Roter Faden und x47. Nur sind die beiden letztgenannten ziemlich teuer für einen Probelauf, ob dieses Book by Book System etwas für mich ist. Ich las im Netz auf vielen Blogs und Foren, um mir einen Überblick zu verschaffen, was es gibt und wie es genutzt werden kann. Nun habe ich den A5+quer entdeckt und finde das Format super. Lediglich die aktuelle Version mit nur zwei Einlagen ist mir zu wenig. Mein Plan sieht vor, dass in dem Buch neben dem Kalender auch noch ein Notizbuch für Tafelbilder ist. Ich benötige es, mir vorher Gedanken zu machen, wie ich die Tafel nutzen möchte, sonst wird es chaotisch. Nunja, nach einen Monat Grübeln, entschied ich mich relativ spontan mit einem A5 Buch anzufangen. Es wurde RoadSkin in Graphit, da ich Leder mag, es aber für den Anfang nicht zu teuer sein sollte. Nun ist das Buch seit zwei Wochen bei mir und ich mag die Art des Organisierens. Die Wochenplanung und die Notizzeilen ermöglichen mir eine Aufgabenliste zu führen, die schnell überblickt werden kann. Bisher bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass mein Vorsatz damit etwas länger umgesetzt wird.

Nun gibt es noch ein paar Bilder von meinem neuen Begleiter.

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Das gute Stück. Ich überlege das Verschlussband durch ein Lederband mit Magnet zu ersetzen.

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Vier Einlagen habe ich – 2 mal den Kalender und 2 Blanko Notizbücher

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Vorne kommt immer ein Bild des aktuellen Monats rein. Die Hefte sind beschriftet.

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Eine Woche… und einer meiner Lieblingsschreibgeräte. Es geht doch nichts über einen guten Füllfederhalter.

A Presto,

Fr. Sinus

Am Anfang

Ciao,

Nun beginne ich also einen Blog. Ja, es gab diesen hier im Frühjahr des letzten Jahres schon mal, doch ich habe mich dazu entschlossen die alten Beiträge zu löschen (japp, so radikal) und neu anzufangen.

Ich möchte hier über mein Leben und meine Erfahrungen in der Schule und noch im Seminar berichten. Wie genau das Ganze aussehen wird, kann ich noch nicht sagen. Ich lasse es auf mich zu kommen. Vielleicht macht es mir in 2 Monaten keinen Spaß mehr und ich gebe erneut auf.

Erstmal anfangen.  Der Plan sieht vor, dass ich euch noch diese Woche über meine Pläne für dieses Jahr in Kenntnis setze. Die Bilder für diesen Beitrag sind auch schon gemacht und müssen nur noch bearbeitet werden.

Ich freue mich auf Besucher und Leser und bin gespannt, wohin meine Blog Reise gehen wird.

A Presto, euer Frl. Sinus